China: Zukunftsmarkt für Security

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Die Studie zum Sicherheitsmarkt in China findet reges Interesse auf der ESSA-Mitgliederversammlung im November 2014.

Auf der Jahrestagung der European Security Systems Association (ESSA) im November 2014 in Frankfurt fand die Studie zum Sicherheitsmarkt in China reges Interesse bei den Teilnehmern. Zusammen mit dem VDMA-Verbindungsbüro China in Beijing hat die ESSA eine umfangreiche Studie erstellt.

Diebstähle nehmen stetig zu

Die offiziell gemeldete Diebstahlkriminalität in der Volksrepublik China bewegt sich, gemessen an der Bevölkerungszahl, auf niedrigem Gesamtniveau. Im Jahr 2012 wurden mehr als 4,2 Millionen Fälle gemeldet. In Deutschland waren es zur gleichen Zeit 2,4 Millionen Fälle. Dennoch steigt die Anzahl dieser Delikte in China stetig an – seit 2006 um 33 Prozent. Experten prognostizieren daher eine steigende Nachfrage nach Videoüberwachung, Tresoren, Alarmanlagen, Schlössern sowie einbruchhemmenden Haustüren. In China wächst die wohlhabende chinesische Bevölkerung stetig an. Aus diesem Grund können sich immer mehr Privatpersonen solche Sicherheitstechnologien leisten.

Im Allgemeinen kamen die Teilnehmer zu dem Schluss, dass China ein Zukunftsmarkt für die Security-Branche sei. Dennoch wird der Marktzugang in China für viele ausländische Unternehmen durch unterschiedliche Normen und die obligatorische China Compulsory Certification – kurz CCC – erschwert.

Explosionsschutz hat mehr Relevanz

Außerdem diskutierten die 125 Teilnehmer auf der Jahrestagung über Zukunftstrends und neue Herausforderungen in der Sicherheitsindustrie. Auch der Explosionsschutz hat neue Relevanz bekommen, weil sich die Bedrohungslagen stetig weiterentwickeln.

Über 30 Prozent der ESSA-Mitgliedsunternehmen haben sich mittlerweile im außereuropäischen Ausland niedergelassen. Dies ermöglichte den Mitgliedsunternehmen, Informationen und Einblicke in die Situation einer Vielzahl von Ländern zu erhalten.