Aufbewahrung von Betäubungsmitteln

VDMA Fachverband Sicherheitssysteme

Das deutsche Betäubungsmittelgesetz fordert eine Aufbewahrung in zertifizierten Wertbehältnissen.

Nach § 15 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) hat jeder Teilnehmer am Betäubungsmittelverkehr die in seinem Besitz befindlichen Betäubungsmittel gesondert aufzubewahren und gegen unbefugte Entnahme zu sichern

Für die Aufbewahrung von Betäubungsmitteln in Wertschutzschränken wird gemäß der Richtlinie für die Aufbewahrung von Betäubungsmitteln des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte – Bundesopiumstelle - mindestens der Widerstandsgrad I nach EN 1143-1 gefordert. Schränke bis 1000 kg sind entsprechend EN 1143-1 zu verankern. Für die Aufbewahrung in Räumen müssen als Raumabschluss zertifizierte Wertschutzraumtüren mit mindestens Widerstandsgrad III nach EN 1143-1 eingesetzt werden. Die Ausführung des Raumes ist entsprechend definiert.

Diese Vorgaben gelten für Apotheken und Krankenhausapotheken. Lediglich für die Aufbewahrung in Krankenhaus-Teileinheiten, Arztpraxen, Alten- und Pflegeheimen nach BfArM 4114-K (1.07) (Stand: 1.1.2007), können zertifizierte Wertschutzschränke mit Widerstandsgrad 0 nach EN 1143-1 vorgesehen werden. Diese müssen bis zu einem Gewicht von 200 kg verankert werden. In diesem Punkt weicht die Richtlinie von der Norm ab. Nach EN 1143-1 müssen Wertschutzschränke bis zu einem Gewicht von 1000 kg verankert werden. Ansonsten entspricht der Einsatz nicht der Zertifizierung.

Die Richtlinien stehen hier zum Download bereit.