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Norm für Deposit-Systeme komplett überarbeitet

08.05.2014 | id:3202504



 

Deposit-Systeme kommen überall dort zum Einsatz, wo Anwender Bargeld- oder Wertgegenstände in einen Tresor einbringen, allerdings trotzdem keinen Zugriff auf den kompletten Inhalt des Wertbehältnisses haben sollen. Man unterscheidet bei Deposit-Systemen zwischen Deposit-Safes (Kennzeichnung „D“) und Tag-Nachttresoranlagen (Kennzeichnung „N“).

Im Gegensatz zu klassischen Wertbehältnissen haben Deposit-Systeme deshalb systembedingte Einwurföffnungen. Unklassifizierte Deposit-Systeme haben das Risiko, dass Täter die Systeme so manipulieren können, dass der Angriff keine Spuren hinterlässt.

Aus diesem Grunde ist im Jahre 2001 die Europäische Norm EN 1143-2 veröffentlicht worden. Die kriminelle Szene schläft
allerdings nicht. Einbrecher verwenden ständig neue Werkzeuge und Methoden. Diesen Entwicklungen müssen die Testverfahren an Deposit-Systemen Rechnung tragen.

Am 7. Mai 2014 ist daher die komplett überarbeitete EN 1143-2:2014 veröffentlicht worden. Die Verankerungsprüfung ist verschärft und zusätzliche „Manipulationswerkzeuge“ sind präzisiert worden. Des Weiteren sind Anforderungen an die Verschlüsselung („Kryptografie“) und eine optionale Prüfung gegen Angriffe mit Sprengstoffen aus einem Gasgemisch in die Norm eingeflossen.

Der Fachverband Sicherheitssysteme ist federführend in der Normenarbeit von Wertbehältnissen. Mitgliedern des VDMA steht der Fachverband für Fragen zur Normung zur Verfügung.







 

 

Bildquelle : VDMA Fachverband Sicherheitssysteme

Adomat, Falko
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